INITIATIVE HIGH END: IOL++

Was die Initiative HighEnd: IOL++ will und kann

Woran kann es liegen, wenn Deutschland im europäischen Premium-IOL-Vergleich zurückliegt? Fehlende Produkte oder gar mangelnde Qualifikation können wir getrost ausschließen. Wir haben nachgefragt – und passende Antworten gefunden. Willkommen bei der Initiative HighEnd: IOL++!

60% der hierzulande implantierten Intraokularlinsen sind Standardware. Das ist ein Kompliment für die gute Qualität an der Basis – einerseits. Nachdenklich stimmt es aber, wenn etwa deutlich weniger IOL den verbreiteten Astigmatismus korrigieren, als das bei Brillen der Fall ist.

Zum Beispiel Torik

In Deutschland leidet – je nach Statistik – etwa die Hälfte der Fehlsichtigen unter einer Hornhautverkrümmung. Bei Korrekturbrillen wird dieser Astigmatismus meist berücksichtigt – der Anteil torischer Intraokularlinsen aber liegt bei gerade mal 2% – bei 8% im europäischen Mittel. Etwa 48% der IOL-Versorgungen scheinen also hinter ihren Möglichkeiten zurückzubleiben. Warum ist das so?

Erster Grund: Zuzahlung

Unsere Hauptverdächtige auf der Suche nach den Ursachen war eine alte Bekannte: Die Zuzahlung. Es fällt auf: Am höchsten ist die Versorgungsquote mit hoch qualifizierten IOL in Ländern mit Vollerstattung. Andererseits: Dann dürften die Optiker auch weniger Freude an Premium-Produkten wie etwa hochwertigen Gleitsichtbrillen haben. Vielleicht gelingt es dort besser, die Vorteile erlebbar zu vermitteln?

Zweiter Grund: Nachfrage

Während im Brillenmarkt kapitalkräftige Ketten unterwegs sind, die hochwertige Produkte fleißig bewerben, unterliegen IOL den restriktiven Regelungen des Medizinprodukterechts. Viele Patienten wissen also gar nicht, welche Vorteile Premium-IOL für ihre Lebensqualität bereithalten können – und kommen nicht mit entsprechenden Fragen in die Praxen.

Dritter Grund: Ärztliche Zurückhaltung

Dass Augenärzte vorsichtig mit Empfehlungen zuzahlungspflichtiger Leistungen umgehen, ist aller Ehren wert. Nicht umsonst sind IGeL immer wieder in der Diskussion – und nicht in allen Fällen zu Unrecht. Wie also kann dafür gesorgt werden, dass Patienten verfügbare Alternativen auf ethisch unbedenkliche Weise kennen lernen?

Vierter Grund: Mehr Aufwand

Keine Frage: Praxen haben allen Grund, unnötigen Arbeitsaufwand und vermeidbare Risiken zu minimieren. Und noch vor nicht allzu langer Zeit war der Umgang mit manchen Premium-Linsen so kompliziert, dass eine Abwägung von Nutzen und Aufwänden nicht immer zu Gunsten der Premium-Linse ausging. Wie kann dafür Sorge getragen werden, dass die letzten Hürden dieser Art möglichst verschwinden?

Vier Fragen, vier Antworten, eine Initiative

Unsere Ideen und Tools zur erfolgreichen Beantwortung dieser vier Fragen haben wir in der Initiative HighEnd: IOL++ gebündelt, zu deren Nutzung wir alle operierenden Augenärzte und ihre Teams einladen. Unser Ziel: Zufriedene Patienten durch ein deutliches Mehr an Lebensqualität. Unsere Vision: Klare Sicht für alle!

Wir sollten reden.

IOL kann mehr: Lassen Sie uns darüber sprechen, wie wir gemeinsam alle Möglichkeiten moderner IOL nutzbar machen können. Unser Beitrag: Hervorragende Produkte, komplettes Portfolio, begeisterte Unterstützung, kompetente, umfassende Betreuung – optimale Lösungen für anspruchsvollste Patienten. Alle Details dazu verraten wir Ihnen gern. Lassen Sie uns wissen, wann wir reden sollten.

222 Jahre IOL - 222 Jahre?

Als Vater der IOL-Implantation gilt der britische Arzt Harold Ridley. Der fand 1949 im Auge eines Weltkrieg-2-Piloten Splitter der Plexiglashaube seines abgeschossenen Flugzeugs – was ihn auf die Idee brachte, aus diesem Material gefertigte Intraokularlinsen einzusetzen. Der erste Versuch, eine wohl zuvor in Venedig erdachte IOL einzusetzen, fand allerdings schon 1795 statt.

Schon die alten Römer hantierten mit Starnadeln, wie gut erhaltene Funde etwa aus Pompeji belegen. Die Idee der IOL aber scheint aus Venedig an den sächsischen Hof zu Dresden gelangt zu sein, wo der dortige Hofokulist Giovanni Virgilio Casaamata einige Jahre später zur Tat schritt.

1795 versuchte Casaamata, eine vermutlich aus Bergkristall geschliffene Linse als Ersatz für den getrübten Kern in die Linsenkapsel zu implantieren.
Das klappte wohl noch nicht – aber die Idee war in der Welt.

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